Mit dieser Seite, setzen wir – Fiete und Isa – eine Idee um, welche uns im Sommer kam, als Karls Kita mal wieder für einige Tage geschlossen war.
Anstatt diese Tage, wie üblich zu Hause zu verbringen – entweder in dem sich einer von uns komplett frei nehmen muss oder indem ein Elternteil im Wechsel mit dem anderen arbeitet, während parallel das Kind betreut und sich nebenbei um den Haushalt gekümmert wird – kam uns der Gedanke, etwas Neues auszuprobieren und so entschieden wir uns, spontan einen Kurztrip zu einem Bauernhof zu machen, der noch eine freie Ferienwohnung hatte. Aus einem vorherigen Urlaub wussten wir, dass es dort W-Lan gab – eines der wenigen Dinge, welche wir für die Verrichtung unserer Tätigkeit neben der technischen Hardware benötigen.
Also wurden neben den herkömmlichen Sachen noch unsere Laptops eingepackt, und los gings zu den Schafen, Eseln und Hühnern – und zu einem besonderen Arbeits-Abenteuer, das uns unverhofft zu ganz neuen Erkenntnissen geführt hat!
Wir genossen die Tage in der Natur mit allen Freizeitmöglichkeiten in der Umgebung – eben nur zeitweise ohne das zweite Elternteil, das gerade arbeitete.
Wir frühstückten eigentlich immer gemütlich zusammen und auch das Mittagessen konnte meistens in der Familienrunde eingerichtet werden.
Durch einige Arbeitsfrüh- und -spätschichten war es uns möglich, manche Nachmittage komplett freizuhalten und somit sogar ein paar gemeinsame Ausflüge und Unternehmungen zu machen. Alle waren glücklich – Papa, Mama und vorallem Karl, denn so eine Woche zu Hause kann trotz Spielsachen und Garten langweilig werden ;-).
Und wir Eltern hatten das Gefühl der Arbeit UND der Familie gleichermaßen gerecht zu werden, ohne dass einer von beiden alleine zurückstecken musste.
Als wir wieder zurück zu Hause waren, fiel uns in Gesprächen über diesen Arbeits-Urlaub mit Familie und Freunden auf, dass immer mehr Menschen remote arbeiten und viele sich vorstellen können bzw. sich sogar wünschen, auch mal woanders als im Büro oder im Home Office zu arbeiten.
Klar, geht es hier nicht darum, in seinem “normalen” Jahresurlaub nun auch noch erreichbar zu sein und zu arbeiten. Vielmehr geht es um Tage, Wochen oder sogar Monate, an denen man sonst eigentlich im Büro oder eben zu Hause arbeitet und die restliche Zeit im Alltag gefangen ist.
Remote arbeiten, bedeutet ja, überall arbeiten zu können (W-Lan vorausgesetzt), wieso eben nicht mal an einem Ort, der nach getaner Arbeit noch Freizeitmöglichkeiten oder andere Benefits für sich selbst oder die Familienmitglieder zu bieten hat?
Oder eben, wie in unserem Fall: es sich ein wenig angenehmer machen, wenn die Kita geschlossen hat, aber der Jahresurlaub (von einem oder beiden Elternteilen) bereits verplant ist?
Unsere Idee von “Holiday Office” war geboren.
Je nach persönlichen Bedürfnissen kann der Urlaubsort zudem neue Kreativität anregen, Ruhe verschaffen, wenn er bessere Rückzugsmöglichkeiten bietet, als das Büro oder der Schreibtisch zu Hause, oder auf der anderen Seite, den Austausch mit anderen Remote Arbeitenden und die Erweiterung seines Netzwerks ermöglichen, die man im Alltag oder allein in seinem stillen Büro-Kämmerchen zu Hause nicht hat.


