DIE VORTEILE VON HOLIDAY OFFICE -
TEIL 1
Wie reisende Arbeitnehmer:innen von Workation profitieren können

Teil 1: Wie reisende Arbeitnehmer:innen von Workation profitieren können
Teil 2: Wie Anbieter und Tourismusgebiete von Workation profitieren können
Inhaltsverzeichnis
- Warum Work-Life-Balance aus unserer Sicht in Zukunft nicht mehr genug sein wird!
- Nutzung von anderen Freizeitmöglichkeiten als zu Hause
- Gemeinsame Kinderbetreuung als Elternpaar
- Paralleler Urlaub in Teams zu regionalen Ferienzeiten
- Verlängerung am Urlaubsort trotz geringer Anzahl an Urlaubstagen
- Dem schlechten Wetter in Deutschland entkommen
- Positive Auswirkungen auf die Arbeitsleistungen
- Einen Ort kennenlernen, wenn man plant, umzuziehen
Warum Work-Life-Balance aus unserer Sicht in Zukunft nicht mehr genug sein wird!
Wir arbeiten beide sehr gerne und kennen auch eine Vielzahl engagierter, höchst motivierter Leute, die ebenfalls für ihren Job brennen. Doch trotzdem gibt es eine Sache, die uns innerhalb der aktuellen Arbeitswelt ein Gefühl von starker Einschränkung gibt und eine zentrale Frage aufwirft:
Uns geht es hierbei nicht um eine gute Work-Life-Balance, also die ausgewogene Verteilung und den Anteil der Arbeitszeit im Vergleich zu der Zeit, die uns für Freizeitmöglichkeiten zur Verfügung steht. Vielmehr geht es darum, inwiefern diese Arbeit die Ausgestaltung unserer Art zu leben und damit auch unsere Lebensqualität aktuell beeinflusst.
Was ist zum Beispiel, wenn auch mein Arbeitgeber, wie die meisten, sein Büro in einer Großstadt hat, ich meinen Kindern aber ermöglichen möchte, auf dem Land innerhalb von grüner und unbebauter Natur und all den Vorteilen, die damit einhergehen, aufzuwachsen?
Wieso ist mein Lebensort und damit auch der meiner Familie an den Sitz des Arbeitgebers gebunden, wenn ich lange Pendelwege zur Arbeit oder eine Dienstwohnung für die Arbeitswoche weit weg von meinen Lieben unvorstellbar finde?
Was ist, wenn mein Arbeitgeber z.B. in Norddeutschland sitzt, für mich aber Berge und die Entspannung beim Wandern in der Natur ein große Bedeutung für meine Lebensqualität darstellen? Bleibt dieser für mich wichtige Freizeitaspekt dann etwas, dass ich nur im Urlaub ausleben kann?
Oder wieso kann ich mit meinem Sohn nicht zwischendurch eine Fußball-Pause einlegen, nur weil der Fahrtweg zu meiner Familie und wieder zurück 2 Stunden dauern würde?
Und das alles obwohl es doch heutzutage so viele Möglichkeiten gibt, die einem weder eine örtliche noch eine zeitliche Bindung an den Sitz des Arbeitgebers auferlegen müssten.
Nutzung von anderen Freizeitmöglichkeiten als zu Hause
Immer mehr Menschen arbeiten remote, aber warum tun dies alle immer nur zu Hause oder in Coworking Räumen an ihrem Wohnort?
Aktuell können sich vor allem junge Menschen vorstellen, die Arbeit mit Urlaub bzw. andersrum zu verbinden. Ziel dabei soll es nicht sein, im “normalen” Jahresurlaub nun auch noch zu arbeiten und 365 Tage im Jahr erreichbar zu sein – vielmehr geht es, provokativ gesagt, darum, dass die Arbeit einen geringeren Einfluss auf die Ausgestaltung des restlichen Alltags haben sollte.
Weder ein festgelegter Arbeitsort noch unnötig unflexible Arbeitszeiten sollten Vorgaben für unseren privaten Lebensstil machen. Remote arbeiten, bedeutet schließlich auch, überall arbeiten zu können (W-Lan vorausgesetzt) – wieso also nicht die Arbeit an einem Urlaubsort verrichten und Arbeitstage, -wochen oder sogar -monate, die man sonst eigentlich in Büronähe oder am Wohnort verbringen würde, an einem anderen Ort sein, an den man selbst und/oder die Familie in der Freizeit alle Vorzüge der Umgebung nutzen kann?
Gemeinsame Kinderbetreuung als Elternpaar
Die jährliche Anzahl von Tagen, an denen Kitas geschlossen haben (sowohl langfristig als auch kurzfristig angekündigt) oder an denen Schulferien sind, übersteigt in der Regel die Anzahl der Urlaubstage, die einem als einzelne/r Arbeitnehmer:in aber auch als Elternpaar in Festanstellung zur Verfügung stehen.
Geht man als Eltern von schulpflichtigen Kindern von jährlich 60 schulfreien Tagen – 2 Wochen Ostern, 1 Woche Pfingsten, 6 Wochen Sommer, 2 Wochen Herbst, 1 Woche Weihnachten -, und einem Urlaubsanspruch von 30 Tagen im Jahr pro Elternteil aus, würden alle Urlaubstage für die Kinderbetreuung drauf gehen, ohne dass auch nur ein gemeinsamer Urlaubstag (von den Feiertagen mal abgesehen) als Familie stattfindet.
Natürlich gibt es alternativ zur Betreuung durch ein Elternteil auch andere Möglichkeiten, wie beispielsweise die Nutzung eines Ferienhorts, eines Ferien-Camps oder eines Aupairs sowie das Zurückgreifen auf die Großeltern bzw. andere Familienmitglieder. Doch nicht alle Eltern haben die finanziellen Ressourcen oder die familiäre Unterstützung, die hierfür notwendig wären. Optimal wäre also eine Mischform aus reinem Familienurlaub ganz ohne Arbeiten, Familienurlaub, in dem beide oder ein Elternteil Holiday Office in Anspruch nehmen und wenn dann noch nötig bzw. möglich, der Fremdbetreuung.
Und auch die Diskussionen zwischen den Elternteilen, wer sich für die Kinderbetreuung einzeln freinehmen muss – ein Urlaub allein mit Kind, ist meist ja auch nicht sooo erholsam 😉 -, hätten ein Ende.
Paralleler Urlaub in Teams zu regionalen Ferienzeiten
Wer kennt nicht die Situation in Teams, mit mehreren schulpflichtigen Kindern: In den Ferien muss knallhart verhandelt werden, wer nun wegfahren darf und wer nicht, weil eine gewisse Erreichbarkeit gewährleistet werden muss und wichtige Aufgaben im Tagesgeschäft nicht liegen bleiben dürfen.
Meist gibt es eine Urlaubsfreigabe im rotierenden System oder nach Betriebszugehörigkeit… doch fair sind alle Varianten nicht und an der Tatsache, dass der bzw. die Kolleg:in, deren/dessen Urlaub nicht genehmigt werden kann, ein Kind hat, das betreut werden muss, ändern sie auch nichts.
Wenn Arbeitgeber sich fürs Holiday Office öffnen und ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten an einem Ort der Wahl bieten und diese sich somit flexibel innerhalb des Teams abstimmen können, was die Erreichbarkeit und die Erledigung der wichtigen Aufgaben angeht, kann ein toller Kompromiss gefunden werden, so dass trotz ferienbedingter Überschneidung alle Beteiligten mit ihren Familien verreisen können.
Verlängerung am Urlaubsort trotz geringer Anzahl an Urlaubstagen
Wir in Deutschland haben das Glück, dass wir einen gesetzlichen Mindesturlaub von immerhin 20 Tagen haben und die meisten Arbeitgeber darüber hinaus noch Zusatzurlaub gewähren.
Arbeitnehmer:innen in anderen Ländern haben hingegen einen viel geringeren gesetzlichen Urlaubsanspruch: In Kanada und China sind es beispielsweise nur 10 freie Tage pro Jahr und in den USA gibt es erst gar keinen gesetzlich geregelten Anspruch auf Urlaub.
Auch diesen Arbeitnehmenden können Unterkünfte mit Arbeitsplatz große Vorteile bieten, in dem sie die Aufenthaltsdauer am Zielort ohne die Verwendung von Urlaubstagen verlängern und somit die Vorzüge des Urlaubsortes in ihrer Freizeit oder an den Wochenenden nutzen können.
Dem schlechten Wetter in Deutschland entkommen
Wer kennt es nicht: sobald es im Herbst dunkler und kälter wird, verschlechtert sich die Stimmung. Durch Regen und Wind hat man auch keine Lust mehr rauszugehen und würde sich am liebsten den ganzen Tag unter der Decke verkrümeln. Und nach Silvester, in den Wintermonaten, wird es meist noch schlimmer: soll man doch eigentlich voller guter Vorsätze und motiviert ins neue Jahr starten, machen es einem die anhaltende Dunkelheit und die Kälte schwer, positiv und motiviert zu bleiben.
Wieso in diesen grauen Monaten nicht Holiday Office in wärmeren Ländern machen, um nach getaner Arbeit raus zu gehen und die Vitamin D-Speicher aufzufüllen und erst wieder zurückzukommen, wenn auch hier der Frühling wieder einkehrt? Schließlich kann auch Arbeitsleistung von der guten Laune und der Energie nur profitieren.
Positive Auswirkungen auf die Arbeitsleistungen
Der Tapetenwechsel und die neue Umgebung am Holiday Office Ort können inspirieren und damit Kreativität, Ideen sowie neue Impulse hervorrufen.
Ist es einem im Großraum-Büro mit den vielen Kollegen, im Home Office mit den spielenden Kindern im Nebenzimmer oder im zwar hippen, aber zentral in der lauten Stadt gelegenen Coworking-Raum mit den anderen Coworkern zu trubelig, kann ein ruhiger Arbeitsraum ohne Ablenkungen mit Blick in die Natur, eine entspanntere Rückzugsmöglichkeit bieten, dabei die Konzentration fördern und Zeit geben, endlich ohne Störungen an einem umfangreichen Projekt zu arbeiten, für das man sich bisher keine Zeit freischaufeln konnte.
Auf der anderen Seite, kann Holiday Office auch den Austausch mit anderen remote Arbeitenden und die Erweiterung seines Netzwerks ermöglichen, die man im Büro mit den üblichen Kolleg:innen oder allein in seinem stillen Büro-Kämmerchen zu Hause nicht hat.
Letztendlich kann das allgemein positiver wahrgenommene Lebensgefühl am Holiday Office Ort, welches durch den selbstgewählten Arbeitsplatz und den dortigen als bereichernd empfundenen Freizeitmöglichkeiten entsteht, beim Arbeitnehmenden auch die Arbeitszufriedenheit und -motivation steigern, welche ebenfalls auf bessere Arbeitsergebnisse einzahlen.
Einen Ort kennenlernen, wenn man plant, umzuziehen
Zu guter Letzt kann Holiday Office auch bei der Entscheidung helfen, wenn man plant an einen Ort zu ziehen, den man bisher nicht oder nur wenig kennt. Durch die Möglichkeit einer längeren Aufenthaltsdauer, kann man sowohl selbst als auch die Familienmitglieder, das Leben am vielleicht neuen Heimatort und seiner Umgebung umfangreich kennenlernen.
Man kann die einzelnen Stadtteile und Einkaufsmöglichkeiten näher erkunden, potentielle Spazierwege und schöne Ecken entdecken, schauen, welche Freizeitmöglichkeiten der Ort generell bietet, Restaurants und Cafés testen und auch ein Gefühl für die Menschen, die dort leben, sowie deren Mentalität erhalten.
Welche weiteren Vorteile seht Ihr durch Holiday Office? Schreibt uns doch gerne unten in die Kommentare!



