DIE VORTEILE VON HOLIDAY OFFICE -
TEIL 2
Wie Anbieter und Tourismusgebiete von Workation profitieren können

Teil 1: Wie reisende Arbeitnehmer:innen von Workation profitieren können
Teil 2: Wie Anbieter und Tourismusgebiete von Workation profitieren können
Mit dem Wandel der Arbeitswelt und der Möglichkeit für Workation entsteht auch für die Tourimusbranche ein neuer, vielversprechender Trend, für den sich die Anbieter zeitnah rüsten müssen. Für Hotels, Ferienwohnungen oder Camping-Plätze, öffnen sich damit auch neue Vorteile, wenn sie Holiday Office für ihre Gäste anbieten.
Nutzung brachliegender Räumlichkeiten
In vielen Unterkünften befinden sich Räumlichkeiten, die aus verschiedenen Gründen nicht als Übernachtungsmöglichkeiten genutzt werden können und daher brach liegen. Diese könnten mit entsprechender Planung und Ausstattung als Arbeitsräume gewinnbringend vermietet werden.
Buchungen durch Langzeiturlauber oder Gruppen
Da es sich für die Gäste beim Holiday Office anbietet, eine längere Zeit am Zielort als die gewöhnlichen 1-2 Wochen zu verbringen, können sowohl Reisequartiere als auch Coworking-Spaces in touristischen Gebieten, ihre Zimmer, Ferienwohnungen, Stellplätze bzw. Arbeitsplätze somit länger an Reisende vermieten.
Und anstelle von Einzelpersonen bzw. einzelnen Familien können die Unterkünfte bzw. die Arbeitsplätze auch von ganzen Teams gemietet werden, was ebenfalls ein lukratives Modell darstellt.
Erhöhung der Auslastung in der Nebensaison
Insbesondere die Auslastung in der Nebensaison können Anbieter durch die Ermöglichung von Holiday Office bzw. Workation steigern. Dieser Effekt wird auch verstärkt, wenn die Nutzung der Arbeitsbereiche zusätzlich für Einheimische freigegeben wird, um eine stärkere Auslastung zu ermöglichen.
Chancen für die Infrastruktur im Tourismusgebiet
Auch andere Dienstleister, wie umliegende Cafés, Restaurants oder Freizeitanbieter sowie die gesamte Infrastruktur eines ländlichen Raums können von Holiday Office-Gästen und der Schaffung von Coworking-Räumen profitieren. Einerseits weil die Reisenden durch Langzeitaufenthalte viel mehr zeitliche Kapazitäten besitzen, die Umgebung zu erkunden und eine Vielzahl der Angebote vor Ort zu nutzen, aber auch weil die Nebensaisons vermehrt besucht werden können.
Aber Achtung:
Einige Unterkünfte und Reisegebiete haben diese neue Chance schon erkannt und bieten auf ihren Websiten Workation bereits als Mehrwert für ihre Gäste an. Damit diese dann auch mit einer positiven Erfahrung zurückkehren – für die Meisten wird es wahrscheinlich auch die erste dieser Art sein -, die Unterkunft im besten Fall erneut besuchen oder sogar weiterempfehlen und damit auch die Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitenden die Workation erlauben müssen, sich für das Konzept öffnen, sollte das Angebot gut durchdacht und vorbereitet werden.
Es genügt hierfür nicht einfach brachliegende (Abstell-)Räume spärlich auszustatten oder einen Schreibtisch ins Hotelzimmer zu stellen und die Rubrik “Workation” auf der Website hinzuzufügen. Die anspruchsvollen Gäste und deren Arbeitgeber haben hohe Erwartungen an den Arbeitsplatz am Urlaubsort.
Wenn die Qualität des Arbeitsplatzes und der Freizeitrahmen stimmig sind, dann können Arbeitende zu Langzeiturlaubern oder regelmäßigen Buchern werden. Und auch weitere Verwertungsmodelle sowie Kooperationen zwischen Tourismusbranche und Industrie sind in Zukunft denkbar – so könnten zufriedene Unternehmen beispielsweise größere Kontingente für ihre Belegschaft erwerben.



